Simon Piéchaud, Emile Decker, Jacques Peiffer, Les assiettes parlantes et patriotiques de la Grande Guerre, Conservation départementale des Musées de la Meuse, Conseil général de la Meuse, 1989. ISBN : 978-2-36186-039-4, 8 €.

Der Ausbruch des Krieges im Jahr 1914 beansprucht die ganze Nation. Industrie, Landwirtschaft, Politik, Presse und Kunstszene beteiligen sich an der Bewältigung der Kriegsanforderungen: Man erlebt eine regelrechte Mobilmachung des Denkens. In Anlehnung an die Tradition, die sich während der französischen Revolution entwickelt hat, werden während des Ersten Weltkriegs in den großen Fayence-Produktionszentren Patriotismus-Teller im Überfluss hergestellt. Diese Gegenstände, die ebenso aufschlussreich sind wie die Plakate und Postkarten, stellen wertvolle Zeugnisse der öffentlichen Meinung während dieser schweren Zeit dar. Die dargestellten Themen sollen den Zusammenhalt stärken: Die Erstklassigkeit der Waffen, die alliierten Nationen, die Helden gegenüber dem deutschen Feind, die Zerstörungen oder auch die Folgen des Friedens.

Im Jahr 1989 erwarb das Département Meuse die umfangreiche Sammlung des privaten Museums von Diors (Département Indre), dessen gesamter Fayence-Bestand 1991 anlässlich einer Ausstellung mit dem Titel „Der Tellerkrieg“ gezeigt wurde. Eine aktualisierte Fassung dieser Ausstellung wird 2016 und 2017 im Keramik- und Elfenbein-Museum von Commercy gezeigt.