Jacques Guillaume, Francis Roussel, « Commercy, Lorraine », Images du Patrimoine, n° 21,  Inventaire général du patrimoine culturel, Région Lorraine, département de la Meuse, 2010. ISBN : 978-2-95-03874-1-7, 25 €.

 

Die Arrondissement-Hauptstadt Commency im Département Meuse setzte sich bereits im Mittelalter als regionale Metropole, Marktplatz und Verwaltungszentrum durch. Die Stadt, die lange Zeit zwischen zwei Herrschaftssitzen aufgeteilt war, blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück, die bis ins 17. Jahrhundert von Machtkämpfen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich bestimmt wurde. Zur damaligen Zeit wird Commercy zum Zufluchtsort für den Kardinal de Retz und verliert seine strategische Rolle zugunsten einer Residenzfunktion. Die Nachfolger des Kardinals, der Fürst von Vaudémont, die Herzogin Elisabeth-Charlotte von Orléans und der Herzog Stanislas Leszczyński, erwiesen sich als wahre Kunstförderer, die der Stadt zu ihrer Schönheit verhalfen. Bis heute bilden das Schloss und die Place du Fer-À-Cheval den pulsierenden Mittelpunkt. Aus dem beginnenden 20. Jahrhundert sind Bauwerke im Originalzustand erhalten, die repräsentativ für die beliebtesten Kunstströmungen der damaligen Zeit, Art Nouveau und Art Déco, sind. Dazu gehören die ehemaligen Duschbäder, in deren Gebäude das heutige Keramik- und Elfenbeinmuseum untergebracht ist.